Aggressives Training. Warum nur ?

Das körpereigene Krafttraining kann man auf viele Arten ausüben. Es gibt  zum einen die,
die ihrem Trainingsplan strickt folgen, was auch in den Anfängen korrekt und wichtig ist, da dieser Trainingsplan auf ihre körperlichen Defizite und Ziele geschrieben wurde.  Zum anderen gibt es einige, die immer wieder das gleiche Programm Woche für Woche,  Jahr für Jahr ganz monoton durchziehen und den ausbleibenden Erfolg hinnehmen bzw. sich damit zufrieden geben. Wieder andere versuchen, ihre Ziele regelrecht zu erzwingen und sind oft übertrainiert, da sie sich keine Regenerationsphase gönnen. Es gibt noch viele weitere Arten, das Training zu absolvieren, aber das nur mal am Rande. Unser Training wird im Laufe der Zeit immer wieder von Höhen und Tiefen geprägt, welche durch Verletzungen, Krankheiten, Depressionen und persönliche Gefühlslagen stark beeinflusst werden.

Aggressives Training

Eine weitere Form des Krafttrainings ist das aggressive Training. Von Vielen als angsteinflößend und Steinzeitmenschengehabe verpönt, meiden diese oft die Nähe oder gar die Räumlichkeiten. Aber was hat es auf sich mit dieser Art des Praktizierens? Warum muß
es aggressiv und oft auch laut sein (Musik)?  Um das zu verdeutlichen muß man sich vorstellen beim Krafttraining an seine Belastungsgrenze zu gehen. Wenn man nun versuchen möchte, diese Grenze zu überschreiten wird oft die eingesetzte Kraft nicht mehr ausreichen.
Und an dieser Stelle  kommt uns ein körpereigener Energieschub zu Hilfe:  das Adrenalin!

Adrenalin - medizinischer Hintergrund

Adrenalin ist ein sogenanntes Stresshormon. Es gehört zur Gruppe der Katecholamine, ebenso wie Noradrenalin und Dopamin und sorgt für schnelle Bereitstellung von Energiereserven, die früher (z. B. Steinzeit) bei Gefahr das Überleben der Menschen sichern sollten. Es wird im Nebennierenmark gebildet und wird unter Stress in den Blutkreislauf ausgeschüttet. Adrenalin veranlasst pathophysiologisch das Zusammenziehen der Gefäße, das bedeutet, dass Blutdruck und Herzfrequenz gesteigert werden und gleichzeitig eine Weitstellung der Bronchien herbeigeführt wird. Ebenso kommt es zur Erweiterung der Pupillen, auch Mydriasis genannt und oftmals zu Mundtrockenheit. Durch diesen Vorgang kommt es sowohl zur Lipolyse (Fettabbau) als auch zur Freisetzung und Biosynthese von Glucose. Im Zentralnervensystem agiert Adrenalin als Neurotransmitter in Nervenzellen. Während der Ausschüttung von Adrenalin kommt es zum kompletten Erschlaffen der "glatten Muskulatur", was z. B. zur Hemmung der Peristaltik (Ruhigstellung Magen-Darm-Trakt) führt und die Atmung durch Erweiterung der Bronchien vereinfacht.
In der Medizin ist Adrenalin als Notfallmedikament Suprarenin bekannt. Es ist das Standardmedikament  bei Reanimationen und wird dabei intravenös oder alternativ endobronchial über einen Tubus verabreicht, in seltenen Fällen auch intrakardial. Ebenso kennt man Suprarenin als Therapeutikum bei anaphylaktischen (allergischen) Reaktionen.
Wir danken unserem Stammesdoktor Katja für diesen aufschlussreichen Beitrag
aus dem Bereich der Notfallmedizin.


Der Kickdown unseres Körpers bei Unfällen und Gefahrensituationen ist das Adrenalin.
Einmal ausgeschüttet verleiht es uns einen kurzzeitigen Schub an Energie, die es beim Krafttraining ermöglicht, seine Grenze für einen Moment zu überschreiten. Durch den Sympathikus, einen Teil des vegetativen Nervensystems, wird nicht nur eine Gefäßverengung, welche Blutdruck und Herzfrequenz steigert, eingeleitet, sondern auch das Bedürfnis des Stuhlgangs unterdrückt. Im Gegensatz dazu kann es in extremer Situation (Todesangst) zur Harnausscheidung kommen.
Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie erreicht man die Produktion des Adrenalins beim Training? Mit dieser Frage leite ich zum eigentlichen Thema über : Aggressives Training
Durch Aggression und Gewalt ist es möglich, sich selbst einen Schub dieser Substanz zu verabreichen. Befindet man sich in einer angespannten Atmosphäre z. B.mit aggressiver
Musik, mit einem Trainingspartner, der nicht nur durch lauten Zuspruch das Ganze schürt, sondern vor dem Übungsbeginn sogar durch einen oder mehrere Schläge in verträgliche Regionen den Adrenalinausstoß auslöst. Es gibt auch Reizstoffe zum Einatmen, die dem Körper signalisieren: Achtung Anstrengung.
Hierzu möchte ich das altbekannt Ammoniak ansprechen, das immer wieder gerne genommen wird, um solche Reize durch das Einatmen über die Nase zu steuern.
Nur 3% Ammoniak in einem geschlossenen Raum führen nach einer halben Stunde zum Tod.
An dieser Stelle sollte sich jeder selbst Gedanken machen was gut und schlecht für ihn ist.